Alltag ohne Plastik- Geht das?
Tag 6: Das bisschen Haushalt…

Tag 6 und ich gewöhn mich langsam an mein neues Leben. Heute Morgen war ich wie versprochen auf dem Markt. Wunderschön! Ich liebe es wenn die Händler ihre Waren lautstark anpreisen und es überall frisches Gemüse, Ost, ganz viel Käse und Fisch gibt. Doch auch hier verpacken die Händler leider überraschend viel in Plastik.

Nun gut, das Meiste wird unverpackt angeboten. Ich dachte also ich bin im plasikfreien Paradies, bis…ja bis ich meinen Einkauf begonnen habe. Egal an welchem Stand immer musste sagen: Nein, danke, ich habe eine eigene Tüte. Nein, wirklich, ich brauche keine Plastiktüte. Nein, Sie müssen das nicht verpacken, das geht wirklich ohne. Ja, ohne Tüte. JA, VERDAMMT ICH WILL DEINE TÜTE EHRLICH NICHT!!! Die Leute sehen einen verdutzt an, als ob sie sich fragen würden, ob ich vielleicht aus irgendeiner Klinik ausgebrochen bin. Eine Osthändlerin lächelt und verpackt es mir einfach trotzdem, es sei besser so. Aha. Mir fällt nichts mehr ein. Meine Mitbewohnerin, die mich begleitet, lacht. Sie wird das jetzt wohl alleine essen müssen. Der Käsehändler, den ich gefragt habe, ob ich auch Käse kaufen kann, der nicht eingeschweißt ist, ich hätte auch ein Glas dabei, bietet mir mit mitleidigem Blick das Verpacken mit Papier an. Ok. Ich gebe ein bisschen auf. Immerhin Papier und kein Plastik. Am Ende habe ich dann aber doch viele Papiertüten mit feinem unverpacktem Essen nach Hause tragen können, durch Nachfrage und ein bisschen Hartnäckigkeit.

DSC_0399  DSC_0400Aber einen Nachteil hatte das Einkaufen unter freiem Himmel trotzdem: Man ist unter freiem Himmel. Und da kann es dann passieren, dass man beim Einkaufen von vorbeifliegenden Vögeln beglückt wird. Ich lache und sündige: Ich frage meine Mitbewohnerin um eines ihrer in Plastik verpackten Papiertaschentüchern… 🙂

Zu Hause habe ich mich dann um den Wohnungsputz gekümmert. Ohne Plastik. Ist das denn möglich? Oh ja! Ich sage euch, so schön haben Bad und Küche noch nie geglänzt! Essig macht´s möglich. Ehrlich mit ein bisschen Essig, wenn man nicht den dunklen Balsamico nimmt ;), verschwinden die Kalkflecken im Nu und Flächen, wie Spiegel oder dem Herd, auf denen man normalerweise alles sieht, vor allem die Streifen des Putzmittels, sind top! Streifenfrei, sauber und voller Glanz! Wieso also tausend verschiedene Putzmittel einkaufen und sich einen Giftcocktail ins Haus holen? Ehrlich, Essig und Natron tun es auch. Aber ich gebe zu, den Wischmop, den Eimer und die Schwammtücher habe ich schon vermisst. Ein Baumwolltuch ist auch ok, aber das Rumrutschen auf dem Boden….ich weiß ja nicht. Aber wie gesagt, ich gewöhne mich langsam an das Leben „ohne“, da macht mir am Ende auch das Rumrutschen gar nicht mehr so viel aus.

Jetzt werde ich mit meiner Mitbewohnerin noch etwas Feines aus unserm Markteinkauf kochen. Morgen dann zeigen Dorothea und ich euch, was wir diese Woche über Plastikfreies gekocht haben und wie das heute Abend mit dem Ausgehen ohne Plastik so gelaufen ist!

Es bleibt also spannend!

Bis morgen,

Maria

1 Kommentar zu “Alltag ohne Plastik- Geht das?
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