Alltag ohne Plastik – Geht das?
Guten Morgen Plastikwelt.

Heute auf meiner Matratze aus Schaumstoff oder Latex (genau konnte ich das nicht identifizieren ohne Etikett) aufgewacht. Es gibt wohl auch welche aus Futon, Rosshaar, Stroh, Kokosfasern oder Getreideschalen, aber kaufen werde ich mir so eine erst, wenn die alte durchgelegen ist. Immerhin der Bezug meines Bettzeugs ist aus reiner Baumwolle, ohne Knöpfe und Reißverschluss. Als ich meine Steppbettdecke abziehe, erlebe ich kurze Freude: 100% Schafwolle, Bezug: 100% Baumwolle… Aber dann die Enttäuschung: Das Grundgewebe besteht aus 100% Polyester.

Widme ich mich erst mal Dingen, die ich direkt ändern kann.

Kleiderauswahl heute: alte Baggy-Jeans von der Mutter zweier Freundinnen, Männer-Shirt, Wollpullover und -socken. Leider haben meine Schuhe allesamt Gummisohle und in der Unterwäsche steckt immer irgendwie Elasthan drin. Aber es ist kalt und ich werde nicht in Wollsocken rausgehen. Ohh Gott, Haargummis… Wird hart, darauf zu verzichten. Jetzt müssen Metallspängchen erstmal reichen. Mütze drüber. Fertig. Sieht gar nicht so übel aus. Zum Glück regnet es heute nicht, dann kann ich mich dem Jackenproblem ein andermal widmen.

 

Igitt, igitt, igimage201311250009itt. Früh am morgen schon fast gekotzt. Habe meine Zähne mit einem Miswak-Hölzchen geputzt. Dies ist ein Holz, welches in der arabischen Kultur traditionell zur Mundhygiene verwendet wird. Einfach ankauen, sodass die Fasern eine Bürste bilden und dann Schrubben. Es enthält zahnpflegende Inhaltsstoffe, sodass keine Zahnpasta benötigt wird. Aufgrund des scheußlichen Geschmacks habe ich dann aber doch etwas Natron darüber gestreut. Die Borsten waren auch noch etwas zu starr, aber die werden schon noch weich werden.

Frühstück war einfach: Brot vom Bäcker mit Avocado, Tomaten, Zitrone, Salz, Schnittlauch und Petersilie. Statt Pfeffer gabs frische Chilli obendrauf. Dazu frisch gepressten Orangensaft. Lecker!

Zum Glück kenne ich einen Laden, der eine riesige Auswahl an unverpacktem Obst und Gemüse, Kräutersträuschen und offenen Nüssen hat. Das meiste davon zu erschwinglichen Preisen.

image201311250013Nachher muss ich in die Uni: In meinem Jutebeutel befindet sich eine Blechdose fürs Geld, eine Flasche Wasser mit Korken, ein Schlüssel ohne Schlüsselband und einen Bleistift. Der Laptop bildet die Ausnahme. Ich habe bis Donnerstag ein Referat zu machen. Ein Rucksack wäre praktisch. Leider besitze ich keinen ohne Plastikanteile.

 

Bis bald. Dorothea

 

P.S. Wer etwas Zeit hat, hier ein Film, der die Problematik unseres Umgangs mit Plastik auf leicht verständliche und durchaus unterhaltsame Weise aufzeigt.

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