Motivation & Hintergrund

Unsere Vision

Jedes tolle Business oder jeder tolle Club hat ja so eine Vision. Und wir? Naja, klar haben wir die: Unsere Vision ist, dass alle Lebewesen glücklich auf der Erde leben, sich gegenseitig respektieren und genug für alle da ist. Das wär doch mal was. Unrealistisch? Kann sein, aber deswegen ist es ja auch eine Vision. Und die funktioniert nicht nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“, sondern nach: „Je näher wir ihr kommen, desto besser“. Dazu können wir selbst beitragen, indem wir Lebensentwürfe finden, in denen wir glücklich und zufrieden sind, ohne immer mehr Energie und Ressourcen zu verbrauchen. Das wäre ein Anfang. Da sind wir selbst gefragt, aber auch die Politik.
Und was heißt das konkret?
Wie könnte so eine nachhaltige Gesellschaft hier denn aussehen? Vielleicht so?

In vielen kleinen Schritten können wir unsere Routinen ändern und alltäglich gewordene Gewohnheiten neu denken; auf individueller, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Und zum Glück gibt es in München, in Deutschland und überall auf der Welt ganz fabelhafte Ideen und Projekte, die Teile davon schon umsetzen.

Die rehab republic: Umweltschutz – mit YEAH statt BUH!

Unsere Rolle ist es, diese Ideen, Projekte oder Menschen zu verbreiten und sichtbar zu machen. Dafür tanzen wir durch die Stadt, organisieren Schnibbelparties, überraschen Recycler, designen Postkarten, schreiben Artikel und noch so einiges. Und da schließt sich auch der Kreis: All das tun wir, um die Themen von denen wir eingangs sprachen greifbarer zu machen. Wir bringen Menschen durch Interaktion, Erlebnis, oder Witz auf die Idee, die Perspektive zu wechseln und Dinge mal anders anzugehen. Die Fakten sind längst da, wir schaffen die Emotion. Ob uns das gelingt? Das müsst ihr euch selbst anschauen!

Und wieso mit Parties die Welt verändern kein Hirngespinst ist, lest ihr hier: Die soziopsychologische Wirkweise der rehab republic.

Wie wir organisiert sind

Seit 2012 gibt es uns. Formell sind wir ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Bewusstseins für eine nachhaltige Entwicklung. Wir nennen uns aber lieber Kreativ-Kollektiv, weil alle mitmachen können und weil wir versuchen, die Strukturen flach zu halten. Feste Grundsätze haben wir trotzdem: Wir sind basisdemokratisch organisiert, jede/r kann mitmachen und wir arbeiten gerne mit anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammen. Gewalt, Rassismus, Diskriminierung und andere Handlungen, die gegen die demokratischen Grundsätze und allgemeinen Menschenrechte verstoßen, sind nicht unser Ding.
Hier findet Ihr die Satzung des rehab republic e.V.

Was bedeutet „rehab republic“?

„rehab“ bedeutet unter anderem Rehabilitation, Rekultivierung oder Renaturierung. „republic“, auf deutsch Republik, kommt vom lateinischen „res publica“ – wörtlich: „die öffentlichen Angelegenheiten“. Es bezeichnet das Gemeinwesen oder das Gemeinwohl. Als Gegenstück zur Monarchie ist eine Republik zudem eine Staatsform „bei der das Staatsvolk höchste Gewalt des Staates und oberste Quelle der Legitimität ist“ (bpb.de). Also weder ein Monarch, noch die Wirtschaft oder die Banken regieren unser Land, sondern die Menschen, die es bewohnen (grob gesprochen).
Der Name rehab republic steht also dafür, das Gemeinwohl als Zielgröße unseres gesellschaftlichen Miteinanders zu rehabilitieren oder zu rekultivieren. Wir wollen eine Gesellschaft, die langfristig für die Erhaltung der Lebensgrundlagen jetziger und zukünftiger Generationen sorgt.

Ganz schön hohe Ansprüche – werden wir denen selbst überhaupt gerecht?

Nobody is perfect. Aber wir versuchen täglich, die Dinge etwas besser zu machen. Indem wir unseren Ressourcenverbauch senken, Ökostrom beziehen und unnötigen Energieverbrauch vermeiden. Für unsere Homepage nutzen wir einen Server, der mit Ökostrom betrieben wird. Wir drucken nur das Nötigste aus – auf Recyclingpapier und doppelseitig, versteht sich. Wo immer es geht, verwenden und konsumieren wir fair gehandelte, ökologisch angebaute und regionale Produkte. Unser Geld legen wir bei einer nachhaltig investierenden Bank an (GLS Bank). Mülltrennen, reparieren und recyclen sind selbstverständlich. Steuern zahlen auch. Außerdem gibt es 1000 Sachen, die wir eigentlich auch noch tun sollten, oder inzwischen vielleicht auch schon tun. Das sprengt jetzt hier den Rahmen. Eine schöne Übersicht um effektiv nachhaltiger zu Leben findet ihr hier auf den Seiten von Utopia, der Bundesregierung oder Green Soul (Teil 2).

Warum muss sich überhaupt etwas ändern?

Zum Beispiel weil es ungerecht ist, den nachfolgenden Generationen viel weniger Ressourcen zu hinterlassen, als wir momentan zur Verfügung haben. Oder auch, weil Wohlstand immer noch extrem ungleich verteilt ist, sowohl innerhalb von Gesellschaften als auch zwischen den Ländern. Oder weil wir die Erde mit unserem Abfall und Plastik zumüllen. Oder weil solidarische Steuersysteme überall auf der Welt umgangen werden – von denen, die sowieso schon am meisten haben. Oder, oder, oder… hier alles aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Wer nicht genau weiß, wovon wir sprechen, der kann hier mehr darüber lesen, was unserer Meinung nach gerade nicht so gut läuft.

Flüchtlinge vs. Klimawandel – oder stecken doch beide unter einer Decke?

In der öffentlichen Debatte sind solche Themen zwar irgendwie präsent, aber wirklich leidenschaftlich sind wir selten damit. Denn im Alltag sind sie für uns schwer greifbar – anders als etwa die geflüchteten Menschen, die jetzt unsere Nachbarn sind. Die sind ganz gut greifbar; man kann sie richtig anfassen. Deswegen eignen sie sich viel besser für Stammtisch-Diskussionen als etwa der Klimawandel oder andere abstrakte Fragen; so wie zum Beispiel die Frage danach, wieso diese Menschen eigentlich hier her gekommen sind? Dass Klimawandel, soziale Ungleichheit und unser Energiehunger da eine Rolle spielen, hören wir leider nur selten (aber zum Beispiel in unserem Blog).

Keine Frage: Unsere technische und zivilisatorische Entwicklung haben das Leben vieler Menschen verbessert. Es ist Zeit, in dieser Entwicklung den nächsten Schritt zu gehen. Den großen Plan dafür haben wir nicht. Aber ein paar Ideen.

Sind wir politisch?

Wir wollen eine Veränderung unseres Landes hin zu einer gerechteren, nachhaltigeren Gesellschaft. Das an sich ist schon politisch. Und hierzu ist nicht nur – aber definitiv auch – politisches Engagement notwendig. Wir sind aber eindeutig überparteilich organisiert.
Natürlich gibt es Parteien, die unseren Forderungen und Visionen näher stehen als andere. Am liebsten wäre es uns aber, wenn alle Parteien nach einer gerechten, nachhaltigen Gesellschaft streben würden. Das wär doch was, wenn wir uns beim Kreuzchen machen um andere Dinge kümmern könnten als um die Frage der langfristigen Tragbarkeit unseres Handelns.
Unsere Demokratie funktioniert in jedem Fall nur, wenn sich die Bürger über die Alternativen bei der Wahl informieren und nach bestem Wissen und Gewissen zur Wahl gehen. Die Grundsatzprogramme der im Moment größten demokratischen Parteien (über 50.000 Mitglieder) sind hier zu finden (alphabetisch sortiert): CDU, CSU, DIE LINKE, FDP, GRÜNE, SPD. Infos zur Bundestagswahl 2017 gibt’s hier.

Und wer steckt eigentlich hinter der ganzen Sache? Hier findet ihr einige Gesichter aus der rehab republic.