Alltag ohne Plastik – Geht das
Müslizeit – ich hab‘ den Herd eingeweiht!

Gestern habe ich mich nur von Rohkost ernährt: Abends gab es Chinakohlsalat mit roter Beete, Möhren, Birne, Zitrone und Hefeflocken. (Diese sind zu meiner Freude über Würzabwechselung und Eiweiszufuhr in Papier eingepackt.) Leider fehlt mir noch Öl ohne Plastikdeckel.

Aber heute ist es kalt und es schneit (Juchhuuhh). Ich habe beschlossen, dass es keinen Sinn macht den Herd wegen seiner Plastikgriffe aus zu lassen. Hält doch auch ewig so ein Ding. Und ich WILL TEE und SUPPEÉ!!!

Zum Frühstück auf dem Tisch: Haferflocken und Walnüsse, geröstet, mit etwas Zucker karamellisiert in einer gusseisernen Pfanne. Die ist wirklich besser als alle anderen Pfannen, die ich so kenne. Werde ich gerne auch nach dem Versuch weiter verwenden. Dazu Apfel gerieben, Birne und Banane geschnippelt und leckere, offen gekaufte Datteln. Etwas Gewürztee dazu. Wieder einmal ein voller Erfolg in der Küche.

 

Nervig daran: Nüsse knacken und Tee auf dem Herd zu kochen (was energietechnisch absolut unsinnig ist – also nicht nachmachen!). Außerdem spüle ich gerade nur mit heißem Wasser und meinen Händen. Da bin ich doch froh über das fehlende Öl im Essen. Dem Problem der Reinigungsmittel werden wir uns in den nächsten Tagen einmal annehmen. Heute geht’s um Klamotten.

Denn das ist ein komplexes Thema, dessen Problematik weit über die Kunststoffe hinausgeht. Baumwollernte, Färberei, Fertigstellung in Entwicklungsländern unter menschlich und umwelttechnisch nicht verantwortbaren Bedingungen. Leder von geschlachteten Tieren, Wolle unter immensem Zeitdruck geschoren, winzige Synthetikfasern im Abwasser nach jeder Wäsche, die dann Giftstoffe an sich binden und sich im Körper von Lebewesen anreichern (damit sind auch wir gemeint).

Vielleicht sollten wir es machen, wie August Engelhart im Roman Imperium: Uns nackt auf eine Insel zurückziehen und ausschließlich Kokosnüsse verspeisen und anbeten. Wer’s gelesen hat, weiß, dass auch das kein gutes Ende genommen hat. Deshalb heute ein paar Gedanken zu sinnvollen Lösungen von Maria.

Bis morgen! Dorothea

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