Neues Outfit aus alten Klamotten:
Karins Upcycling.

Bei meiner Oma habe ich den langen, mint-türkis-farbenen Rock und ein Seidentuch im Seglerstyle gefunden. Das „kleine Schwarze“ sitzt ganz schön knapp und ist nicht wirklich mein Stil, also wird es auch verändert. Die anderen Tücher hab ich auch schon ewig aufgehoben um mal etwas zu verschönern, die kommen auch noch zu meinem Ausgangspaket dazu.

Der Rock sitzt auf der Taille, was für mich etwas gewöhnungsbedürftig ist. Man könnte den Bund wegnehmen, man könnte eine Shorts draus machen… Aber meine näherischen Fähigkeiten halten sich in Grenzen und warum nicht mal was auf der Taille sitzen lassen. Eigentlich ist schnell klar, dass Rock und Kleid einfach mal gekürzt werden sollten. Das Kleid hat hinten einen Reißverschluss. Ich schneide es nur bis dahin zu. Pragmatisch, nur nicht verkünsteln.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch lerne dazu, dass ich wegen dem elastischen Stoff einen besonderen Stich bei der Nähmaschine einstellen sollte. Beim Rock nehme ich es mit dem Kürzen etwas genauer. Mamas Tipp: von unten raufmessen und anzeichnen. Vor dem endgültigen Abschneiden hab ich Respekt, es könnte zu kurz werde und dann… für immer zu kurz! Letztendlich ist er wirklich etwas kurz, vor allem hinten. Ich nehme vorne nochmal ein klein wenig weg. Den Unterrock schneide ich mit einer Zickzackschere vorläufig ab. Am Schluss ein neuer Saum bei Ober- und Unterrock. Jetzt bin ich schon voll drin im Nähen, so schwer ist das gar nicht.

Ich will aus dem Oma-Tuch und dem abgeschnittenen Rock-Stoff eine Tasche machen. Ich muss zugeben, dass ich lange rumüberlegt habe und letztendlich ist die Tasche beim Ausführen meines Plans doch noch sehr anders geworden. Ein Rucksack-Beutel mit rundem Boden, Innenfutter und das Tuch als Träger und Lückenfüller vorne. Man achte auf die Platzierung des Ankers. Als Verschluss dienen zwei Druckknöpfe. Auf die Tasche bin ich besonders stolz. Mein Ergebnis: Ein kurzer Rock, ein hüftlanges, gut sitzendes Top und ein „Rucksack“. Danke Selbstversuch!