Das war der Tanz der guten Feen – Silent Parade 2017

Die guten Feen waren zu Besuch in München. Von der Alten Kongresshalle bis zum Stachus tanzten wir mit ihnen den Buen-Vivir-Swing. Für ein gutes Leben für alle! Rechte für die Natur! Eine ausgeglichene Gesellschaft! Jede/r darf durch die Straße tanzen und Feenstaub aufwirbeln!

Auf den Fotos und Videos könnt ihr noch einmal mit dabei sein.

Hintergrund

Die Silent Parade 2017 fand im Rahmen der Münchner Buen Vivir Konferenz statt, die das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München veranstaltet hat. Buen Vivir ist eine Lebensphilosophie, die indigene Bewohner Südamerikas geprägt haben und die auf ihrer traditionellen Lebensweise fußt. Dabei wollen sie viele Aspekte dieser Lebensweisen bewahren, sie gleichzeitig aber mit den heutigen Gegebenheiten arrangieren. Dank der Buen Vivir Bewegung haben die Regierungen Ecuadors und Boliviens das „Recht auf ein gutes Lebens“ und das „Recht der Natur auf Schutz und Regeneration“ vor knapp 10 Jahren in ihre Verfassungen aufgenommen. Für Europa ist spannend, was wir vom Buen Vivir lernen können für eine nachhaltige, umweltfreundliche und solidarische Gesellschaft. Informationen zur Konferenz findet ihr hier.

Station 1 – Das Buen Vivir der Amazonas-Völker Kichwa und Yanesha

Zum Auftakt machten Shavez und Oansno vor der alten Kongresshalle Stimmung:

Silent Parade 2017 – 1

Felix Santi vom Volk der Kichwa und Teresita Antazú vom Volk der Yanesha erzählten uns, was „Buen Vivir“ für sie bedeutet:

 
Hier gehts zur Webseite von Sarayaku, der indigenen Gemeinde von Felix. Hier zum Blog von Teresíta (beides auf Spanisch).

Alberto Acosta hat als verfassungsgebender Präsident das buen vivir in die Ecuadorianische Verfassung gebracht:

 
Mehr von Alberto Acosta lest ihr hier.

Los ging’s – etwa 250 gute Feen legten München unter eine dicke Tanzdecke aus Feenstaub:

Silent Parade 2017 - 2

 

Station 2 – Was ist das gute Leben in München?

An der Kirche St. Peter erzählen uns Münchner, was für sie ein gutes Leben ist:

 

Silent Parade 2017 - 3

Es geht also um das Zusammenleben in einer guten Gemeinschaft. Gar nicht so weit weg von dem, was uns Felix und Teresíta erzählt hatten. Aber wie setzen wir das in München um? Zwei Initiativen erzählten uns, wie sie sich einsetzen – für ein eine harmonische Gemeinschaft und für mehr Beteiligung der Bürger.

Samuel will mit Gemeinwohlwohnen Inländer, Ausländer, Alte, Junge, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen:

 
Hier findet ihr mehr zum Gemeinwohlwohnen.

Anna setzt sich mit dem Stadteilladen Giesing dafür ein, dass Giesinger ihren Stadtteil gestalten können:

 
Hier gehts zum Stadteilladen!

Weiter tanzten wir durch die Landwehrstraße. In bewegten Bildern sah das ganze so aus:

Auf dem Weg haben wir immer wieder neue Menschen dazu gewonnen:

Silent Parade 2017 - 3.1

 

Station 3 – Was ist das gute Leben in München? Teil 2

Am Alten Botanischen Garten hieß es wieder: hinsetzen und zuhören. Passend zum Ort erzählten uns Münchner Bürger, was die Natur mit ihrem guten Leben zu tun hat:

 

Silent Parade 2017 - 4

Aber sieht die Natur das genau so? Wir haben sie gefragt. Genauer gesagt haben wir gefragt: Arbolina, den Wanderbaum.

 

Was also können wir tun? Gregor Barié, langjähriger Friedensarbeiter in der Entwicklungszusammenarbeit, gibt uns Ansätze:

 
Mehr von Gregor Barié könnt ihr hier lesen.

Weiter ging es zur Endstation, dem Stachus. Und wir wurden immer mehr.

Silent Parade 2017 - 4.1

 

Station 4 – Wie muss sich unser System ändern, damit alle gut leben können?

Am Stachus startet das große Finale und zwei Experten erzählen uns, was sich an unserem System ändern muss, um ein gutes Leben zu verwirklichen – nicht nur für einige, sondern für alle.

Silent Parade 2017 - 5

Prof. Ulrich Brandt ist Politikwissenschaftler an der Uni Wien. Er sagt, wir müssen unsere komplette Lebens- und Produktionsweise ändern, wenn wir allen Menschen der Erde ein gutes Leben ermöglichen wollen:

 
Dazu hat Prof. Brandt unter anderem diesen Artikel verfasst.

Das Schlusswort hatte der Mann, der das „buen vivir“in die Politik gebracht hat. Alberto Acosta:

 

 

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