Unsere Vision

Wie könnte eine nachhaltige Gesellschaft aussehen? Vielleicht so?

Die globale Bevölkerungszahl hat sich auf einem Niveau stabilisiert, das es der Menschheit ermöglicht die Erde nachhaltig zu bewohnen.

Wir brauchen immer weniger Ressourcen, da wir fast alle unserer Gebrauchsgegenstände recyceln und somit kaum neue Rohstoffe benötigen. Das gemeinschaftliche Teilen hat eine Renaissance erfahren – wir leihen uns viele Gegenstände aus, statt sie zu kaufen. Autos, Bohrmaschinen, Rasenmäher, Bücher oder selten benutzte Modeaccessoires teilen wir uns mit Nachbarn und Freunden. Das bringt neben einer Entlastung für die Umwelt auch eine immense Kosteneinsparung mit sich, sodass wir das gesparte Geld für echten Zuwachs an Lebensqualität ausgeben können.

Strom wird aus regionalen, erneuerbaren Energiequellen gewonnen und in erster Linie von Privatpersonen, Genossenschaften und Kommunen dezentral erzeugt. Die gespeicherte Energie reicht auch aus, um die neuen Mobilitätskonzepte mit Energie zu versorgen. So sind wir unabhängig von fossilen Kraftstoffen und statt am immer weiter steigenden Ölpreis zu verzweifeln, bleibt unsere Energie bezahlbar.

Neben dem Euro gibt es in vielen europäischen Gegenden auch Regionalwährungen, die dafür sorgen, dass lokale Anbieter von Energie, Lebensmitteln und Technologien gestärkt werden und wir gleichzeitig unabhängiger von Rohstofflieferanten werden.

Alle Menschen greifen bewusster zu Fleisch oder verzichten gänzlich darauf. Fleisch wird mehr wertgeschätzt und seltener konsumiert. Im Vordergrund der Kaufentscheidung steht, wie Tiere gehalten und getötet werden – eine artgerechte Haltung und eine regionale Fütterung sind so zur Selbstverständlichkeit geworden. Dadurch schaffen wir es, auf Massentierhaltung zu verzichten und bauen sogar sämtliches Tierfutter in der eigenen Region an. Nachdem sich die Art der Tierhaltung deutlich besserte und grausame Bilder von misshandelten Tieren der Vergangenheit angehören, dürfen die Stätten der Tierhaltung wieder besucht werden.

Dem Hunger in den Entwicklungsländern konnte Einhalt geboten werden. Nach dem Ende der europäischen Exportsubventionen konnten sich vor allem die afrikanischen Agrarmärkte erholen. Durch die Verbreitung von Know-how zu geschicktem ökologischem Landbau können sich alle afrikanischen Länder autark ernähren und haben genug Reserven um eigenständig Dürreperioden zu überstehen.

Unserer Wirtschaft geht es so gut wie lange nicht. Das liegt auch daran, dass die Wirtschaftsleistung nicht mehr am BIP gemessen wird, sondern an Kriterien, die die Lebensbedingungen der Menschen beschreiben. So wandelt sich der Blick und die Wirtschaft ist endlich wieder für uns Menschen da – nicht umgekehrt. Desweiteren zahlen sich die Investitionen in Energieeffizienz und Forschung aus. Die Verlagerung der Hauptsteuerlast vom Faktor Arbeit auf Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch sorgt für stetig sinkenden Ressourcenverbrauch bei steigender Produktivität. Die Arbeitszeit sinkt bei gleichbleibendem Lohn und wir können mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen.

Am langfristigen Unternehmenserfolg und an der Zufriedenheit der Mitarbeiter ausgerichtete Managergehälter führen zu nachhaltig aufgestellten Unternehmen, in denen die Mehrzahl der Mitarbeiter zufrieden mit ihrer Tätigkeit ist – das lässt sich unter anderem am deutlichen Rückgang von psychisch bedingten Krankschreibungen erkennen.

Die durchschnittlichen Einkommensunterschiede sind weit geringer als noch vor einigen Jahrzehnten, jeder Berufstätige kann mit seinem Lohn ein gutes Leben führen, ohne vom Staat bezuschusst werden zu müssen.

Durch direktere Elemente in der Demokratie steigen das politische Interesse sowie die Partizipation und durch mehr Transparenz und langfristiger getroffenen Entscheidungen gewinnt die Politik das Vertrauen der Gesellschaft zurück.

Oder doch ganz anders?