Drei interaktive Workshops an zwei Tagen am Luisengymnasium

Bildung statt Verbote: Das Luisengymnasium in München löst sein Abfallproblem mit interaktiven und kreativen Projekttagen an anstatt mit Verboten – wir waren dabei und haben aktiv mitgestaltet!

Am 25. und 26.07.2017 fanden am städtischen Luisengymnasium in München die Projekttage „Luisen ist sauber! – Umweltschutz am Luisen“ statt. Sie rundeten ein halbjähriges Umweltbildungsprogramm ab, dass sich unter anderem durch einen müllfreien Tag und Führungen durch die Ausstellung RE-ACT ausgezeichnet hat.

Im Rahmen dieser Projekttage haben wir drei Workshops mit unterschiedlichen Altersklassen und Gruppengrößen durchgeführt: Eine Wertstoffinselparty, eine Müllsammel-Aktion und zum ersten Mal unser neues Konzept namens „Research Resources – die Suche nach den Schätzen unseren Alltags“. Die Schüler*innen waren mit Spaß bei der Sache. Selbst für die Lehrer*innen war es ein abwechslungsreicher und spannender Projekttag, bei dem theoretisches Wissen und praktisches Handeln direkt miteinander verwoben waren. Das freut und motiviert uns, weitere Workshops im Schuljahr 17/18 durchzuführen. (Dazu mehr Informationen hier: rehab schule)

Research Resources – die Suche nach den Schätzen unseren Alltags

LuisengymnasiumResearchResources

Mit Hilfe von Experten und Filmen haben wir uns auf die Suche nach wertvollen Rohstoffen in den Produkten unseres Alltags gemacht. Um diese zu bewahren, haben wir daraufhin realistische Handlungsmöglichkeiten kennengelernt, entwickelt und ausprobiert.

Am zweiten Tag haben wir zwei spannende Exkursionen unternommen, bei denen wir in Gruppen …
… Elektrogeräte untersucht und repariert haben.
… Kosmetikprodukte analysiert und selbst herstellt haben.
… Leckereien auspackt und genossen haben.

So haben wir verblüffende Schätze im eigenen Alltag zu entdeckt und dabei neue Perspektiven auf unseren alltäglichen Konsum kennen gelernt.

Wertstoffinselparty

Trotz dem wohl regnerischsten Tag in diesem Sommer feierten wir gemeinsam mit 15 Schüler*innen des Luisengymnasiums eine sozusagen waschechte Wertstoffinselparty. Vor allem bei der Vorbereitung von kreativen Schildern und Gutscheinen waren die Schüler*innen begeistert bei der Sache. So gab es für die Passant*innen, die am Kronkorken-Zielwerfen in den Alu-Container teilnahmen, Karten mit Aufschriften wie: „Einmal die Welt retten“, „Einmal kostenlos bei der Wertstoffinsel recyceln“ oder „Gutschein für die nächste Wertstoffinselparty“. Trotz strömendem Regen und Kälte ließen sich viele Vorbeikommende von der Freude, der Musik und den Jubelrufen der Schüler*innen zur Teilnahme bewegen. Zum Abschluss der Workshops kamen ganz grundsätzliche Fragen auf, wie „Was nützt es, wenn nur ich mich engagiere?“, „Ist Papier und Holz-Verwendung nicht auch problematisch für die Umwelt?“ und „Wie weit soll die Einsparung von Ressourcen und Plastik im Alltag gehen?“ – Fragen, die ein erster Schritt sind hin zu einem bewussteren Umgang mit der Natur und somit ein echtes Erfolgszeichen unserer Arbeit.

Müllsammelaktion

Gute Musik und gute Laune – da hielt uns auch der Regen nicht davon ab, am ersten Tag gemeinsam theoretisch in die Müllthematik einzutauchen und eine Müllsammelaktion zu planen und diese dann am zweiten Tag durchzuziehen. „Wir sind doch nicht aus Zucker“ hört man als Referent natürlich gerne, wenn es draußen in Strömen regnet. Rund um den Hauptbahnhof und den Königsplatz räumten wir dann mit den Schüler*innen der 6.-8. Klassen auf, sammelten Kronkorken, Kippen und jede Menge Plastik und trennten den Müll im Anschluss, so gut es ging. Darüber freuten sich nicht nur die fleißigen Sammler*innen sondern auch die Passanten und die Umwelt. Rikscharrrrrrr, unsere selbstgebaute Lastenrikscha hat uns dabei mit ihrer Soundbox treu begleitet.

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