Bevölkerungswachstum

Die Weltbevölkerung wächst derzeit jährlich um etwa 83 Millionen Menschen – das entspricht mehr als der Einwohnerzahl  Deutschlands.

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

 

Die Menschheit wächst und wächst. Die von uns verbrauchten Ressourcen sind aber endlich. Das wird unweigerlich dazu führen, dass wir unseren Verbrauch an Wasser, Energie und Rohstoffen verringern müssen.

Rapider Anstieg

Während im Jahr 1800 noch nicht einmal 1 Milliarde Menschen auf der Erde lebten, bevölkern im Jahr 2011 schon weit über 7 Milliarden von uns die Erde. Alleine im 20. Jahrhundert hat sich die Zahl der Menschen fast vervierfacht. Nach Schätzungen wächst die Weltbevölkerung derzeit jedes Jahr um 82.947.000 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland lebten 2011 rund 81,8 Millionen Menschen.

 

Menschen brauchen Platz und Rohstoffe, denn wir alle haben Bedürfnisse: wir möchten essen und trinken, brauchen Wohnraum, möchten uns fortbewegen, möchten Zugang zu Strom und Energie und wir möchten viele Dinge konsumieren, die bei Ihrer Herstellung begrenzte Ressourcen benötigen – beispielsweise Wasser, Land und Rohstoffe. Diese sind mittlerweile vielerorts knapp. Auch wenn die meisten Menschen noch deutlich weniger Ressourcen verbrauchen als wir Deutschen, bräuchten wir nach Berechnungen des WWF schon heute über 1,5 Erden, um den weltweiten Ressourcenhunger auf Dauer stillen zu können.
Das Wachstum der Bevölkerung fand in den letzten Jahren und findet auch in Zukunft fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. Allein in Afrika wird sich die Bevölkerung von heute 1,02 Milliarden auf voraussichtlich knapp 3,6 Milliarden Menschen im Jahr 2100 mehr als verdreifachen.
Können wir dieses Wachstum noch verhindern oder abmildern?
Studien zeigen, dass die Geburtenrate durch bessere Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten vor allem für Frauen reduziert werden kann. Hinzu kommt, dass alleine in Entwicklungsländern 215 Millionen Frauen gerne verhüten würden, dazu aber keine Möglichkeit haben.
Es gibt also durchaus Einflussmöglichkeiten auf das Bevölkerungswachstum, ohne eine strikte Geburtenkontrolle durchzuführen. Durch eine abgemilderte Geburtenrate, vor allem in Ländern mit starkem Bevölkerungswachstum, würde wiederum die Armut der folgenden Generationen verringert werden. Denn die Rechnung ist ganz einfach: Bei gleicher Entwicklung bleiben bei einer kleineren Bevölkerungsanzahl deutlich mehr Nahrungsmittel und andere Ressourcen pro Person übrig.

 

rehab-Taten – was jeder tun kann

  • Immer mehr Leute teilen sich die gleiche Menge Ressourcen. Da hilft nur eines: Ressourcen einsparen: also lieber mal was reparieren, statt es wegzuwerfen und gleich was Neues zu kaufen. Lieber einmal öfter überlegen, ob wir wirklich so viele Dinge besitzen müssen.
  • Bildung und bessere Versorgung mit Verhütungsmitteln müssen von Industriestaaten unterstützt werden, um zukünftige Armut abzumildern. Dazu sollten sowohl staatliche und private Hilfsorganisationen als auch kirchliche Einrichtungen ihren Teil beitragen. Jeder von uns kann eine solche Organisation durch Mitarbeit oder finanzielle Hilfe unterstützen. Am Sinnvollsten in diesem Zusammenhang sind sicher Familienplanungs- und Aufklärungsprojekte in Afrika und Asien zu nennen.
  • Unternehmen und Politik müssen sich stärker mit den Themen Recycling, und Ressourceneffizienz auseinandersetzen, um bei einer steigenden Weltbevölkerung der Ressourcenknappheit entgegenzuwirken.

 

Weiterführende Informationen

  • Auf ihrer Homepage berichtet die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung u.a. über ihre Projekte in Entwicklungsländern und stellt Daten und Informationen zur Weltbevölkerung zur Verfügung
  • Am 22. August 2012 war Welterschöpfungstag – hier waren alle Ressourcen aufgebraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres regenerieren kann

 

Schlagwörter: ,