Nützliche Bienen

Grandiose Helfer statt stechende Biester: Rund 80% der Nutzpflanzen in Europa werden von Bienen bestäubt, darunter zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren oder Raps.

Quelle: European Food Safety Authority

Der Mensch hat sich durch seine technischen Errungenschaften in vielen Bereichen von den natürlich bereitgestellten Lebensgrundlagen unabhängig gemacht, meint man. Bei genauerem hinsehen allerdings entpuppt sich das oft als Fehleinschätzung – so zum Beispiel bei der modernen Landwirtschaft: Was wäre sie ohne unsere Bienen? Weniger, als man denkt. Ölfrüchte, Obstgewächse, Futterpflanzen, Gewürzpflanzen und viele Gehölze sowie Zier-, Heil- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung der kleinen Insekten angewiesen.
Doch die Bienen befinden sich auf dem Rückzug. In Europa gibt es nur noch etwa halb so viele wie vor einem halben Jahrhundert, und gerade in den letzten Jahren hat ein regelrechtes „Völkersterben“ die Imker in Sorge versetzt. Ursache ist laut Wissenschaftlern eine Mischung aus Pflanzenpestiziden, den Monokulturen der konventionellen Landwirtschaft, natürlichen Parasiten und dem Rückgang der Berufsimker.

rehab-Taten – was jeder tun kann

  • Welchen Honig du kaufst, lässt Imker wissen, worauf du Wert legst! Kaufe lokalen, rohen Honig der nicht mit Chemikalien behandelt wurde.
  • Auch sonst solltest Du darauf achten, ökologisch angebaute Lebensmittel mit dem Biosiegel zu kaufen. Durch die Vermeidung von Pestiziden wird die Artenvielfalt auf den Landwirtschaftsflächen erhöht. Außerdem muss im Ökolandbau ein gewisser Anteil der Fläche unbenutzt bleiben – dort kann die Natur wild wuchern, welches die Artenvielfalt enorm fördert.
  • Kauf doch mal auf dem Wochenmarkt ein – dort kannst Du persönlich mit den Imkern oder Bauern sprechen und erfahren, wie sie ihre Bienen halten oder mit was die Lebensmittel behandelt werden.
  • Für die Gartenbesitzer unter Euch:
    Durch intensive Monokulturen und Zerstörung von natürlichen Landschaften verlieren Bienen immer mehr Lebensraum. Indem Du Wildblumen in Deinem Garten pflanzt oder Deinen Rasen einfach wild wachsen lässt (es muss nicht immer ein Englischer Rasen sein), unterstützt du Bienen bei der Futtersuche. Du solltest dabei vermeiden, chemischen Dünger zu benutzen – dieser verunreinigt den Pollen und kann Bienen großen Schaden zufügen. Und was kaum jemand weiß: Bienen sind sehr durstige kleine Wesen! Wenn Du nebst den Wildblumen auch noch ein Schälchen Wasser hinstellst, wird dein Garten bald zum Bienenmekka.

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