Warum sich etwas ändern muss!

Die Erde im Wandel

Die Erde und die Ökosysteme befinden sich seit jeher im Wandel. Doch noch nie gab es so große Veränderungen wie in den letzten 200 Jahren, in denen die menschliche Bevölkerung von unter 1 Milliarde auf heute über 7 Milliarden rasant angestiegen ist und fast die komplette Erdoberfläche besetzt hat. Nur noch 20% der eisfreien Flächen auf den Kontinenten gelten als unberührt. Die restliche Fläche haben wir Menschen in den letzten Jahrzehnten u.a. durch Abholzung, den Abbau von Ressourcen und das Ausbreiten unserer Zivilisation  in gewaltigem Ausmaß verändert. Dabei sind wir von dem abhängig, was uns die Natur zur Verfügung stellt. Ob Nahrung, sauberes Wasser, Baumaterialien oder Rohstoffe – für fast alle Produkte des täglichen Lebens braucht der Mensch die Natur. Wir gefährden und zerstören also nicht nur die Lebensgrundlagen von Flora und Fauna, sondern auch immer mehr die Lebensgrundlage heutiger und zukünftiger Generationen.

Deshalb ist ein langfristiges Überleben für uns Menschen nur möglich, wenn wir unsere Lebens- und Wirtschaftsweise zukunftsfähig, also nachhaltig gestalten.

Keine Frage, es gab in den letzten beiden Jahrhunderten enorme Fortschritte, die das Leben vieler Menschen auf der Erde verbesserten. Errungenschaften in Hygiene und Medizin ermöglichen ein längeres Leben bei besserer Gesundheit als jemals zuvor. Dank industrieller Revolution und der Arbeitsteilung haben breite Bevölkerungsschichten im Durchschnitt mehr Freizeit und können diese durch hohe Einkommen auch weitestgehend selbstbestimmt gestalten. Durch neue Kommunikationstechniken, ungeahnte Mobilitätsmöglichkeiten und fortgeschrittene wissenschaftliche Kenntnisse sind wir immer mehr in der Lage globale Entwicklungen und Probleme zu erkennen und dafür Lösungen zu entwickeln.

Ein Blick auf unsere Gesellschaft

Diesen Entwicklungen stehen jedoch Negativtrends gegenüber, teilweise als direkte Auswirkungen des Fortschritts. Sie sind in den letzten Jahrzehnten deutlicher als zuvor zu Tage getreten, sie bedrohen das Leben vieler Menschen oder mindern die Lebensqualität anderer. Trotz aller Annehmlichkeiten möchten wir versuchen einen Blick von außen auf unsere Gesellschaft zu werfen, um zu sehen in welcher Welt wir leben:

  • Wir leben in einer Welt, in der durch unseren Einfluss so viele Tiere aussterben wie noch nie zuvor seit dem Verschwinden der Dinosaurier.
  • Wir leben in einer Welt, in der wir in einem Jahr so viele fossile Brennstoffe verbrennen, wie in einer Million Jahren entstanden sind und bringen somit unser Klima dauerhaft aus dem Gleichgewicht.
  • Wir leben in einer Welt, in der die Einkommensschere weltweit und in den meisten Gegenden auch lokal immer weiter auseinander geht.
  • Wir leben in einer Welt, in der wir scheinbar immer mehr Macht an Unternehmen und die Finanzwelt verlieren, anstatt dass die Wirtschaft dem Wohlergehen der Menschen dienen würde.
  • Wir leben in einer Welt, in der von der Werbeindustrie viele vermeintliche Bedürfnisse geschaffen werden und uns zu noch mehr Konsum bringen und die noch mehr Ressourcen verbrauchen lassen – Ressourcen, die dann den kommenden Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen werden.
  • Wir leben in einer Welt, in der viele Menschen denken, sie könnten nur mit mehr Geld und Konsum noch glücklicher werden. Dabei merken wir nicht, dass uns oft etwas anderes fehlt, um glücklich zu sein, wie zum Beispiel mehr soziale Kontakte oder mehr Zeit für Dinge, die uns wirklich wichtig sind.

Keiner dieser Zustände ist erstrebenswert. Von Staatengemeinschaften und gesellschaftlichen Institutionen wurden und werden deswegen sinnvolle Ziele formuliert wie den Hunger zu bekämpfen, Umweltzerstörung zu stoppen und soziale Ungerechtigkeit abzubauen. Die bisherigen Ergebnisse können uns jedoch nicht zufrieden stellen.

Wandel oder Eskalation?

Durch die weiterhin anwachsende Weltbevölkerung und den steigenden Material- und Energiekonsum fast aller Regionen der Welt verschärfen sich viele Probleme: schwindende Ressourcen, immer teurer werdende Lebensmittel, die Verknappung von Boden und Nahrung, das Verschwinden von Fischgründen oder das Versiegen von Wasserquellen. Völkerwanderungen und kriegerische Auseinandersetzungen um die knapper werdenden Güter sind oftmals die logische Konsequenz.

Abseits von Regierungsprogrammen und großen politischen Institutionen gibt es unzählige gute Ideen und kreative Ansätze, wie wir nachhaltig leben können. Doch sind diese Entwürfe oft nicht bekannt und werden nur sporadisch umgesetzt. Das wollen wir ändern.